Warum Missionsarbeit

Die schon 30 jährige Partnerschaft zwischen St. Mary in Mavanga/Tanzania lässt uns darüber nach denken, warum die Ursachen der  Zusammenarbeit gerade in Afrika liegen. Es kann nicht nur an einem der ‚Drei Heiligen Könige‘ liegen, dass die ersten Kontakte unserer Arbeit gerade in Afrika sind.

Die Benediktiner von St. Ottilien und persönliche Begegnungen mit dem heutigen Erzbischof Dr. Norbert Mtega waren damals die Initialzündungen für unser christliches Denken.

 

Heute im ‚Zeitalter der Globalisierung‘ ist Gott uns in den Menschen der ganzen Welt nahe. Wir als reiches, europäisches Land verdanken auch den Völkern in Asien, Afrika und Südamerika unseren hohen Lebensstandard. Wenn unsere katholische Kirche durch ihr Verhalten Nächstenliebe, Gerechtigkeit und auch bescheidenen Wohlstand schaffen will, muss ihr Glaube dies auch nach außen zeigen. Nirgendwo steht die Glaubwürdigkeit der Kirche sowie ihre christliche Botschaft mehr auf dem Prüfstand als in ihrem missionarischen Engagement. Wir müssen eine partnerschaftliche Welt schaffen, dies gilt nicht nur für den wirtschaftlichen und kulturellen Bereich. Besonders gilt dies für den religiösen! In unserer Diözese Rottenburg-Stuttgart gibt es schon seit vielen Jahren ein missionarisches Netzwerk der Nächstenliebe. Auch unsere Pfarrgemeinde hat mitgeholfen unter der Trägerschaft der Pfarrgemeinde St. Mary in Mavanga zusammen mit St. Marien in Düren/Rhld., das Blechdach der Kirche, eine Wasser- und Stromversorgung, ein Gesundheitszentrum und die schulische und landwirtschaftliche Entwicklung für den Ort Mavanga zu fördern und mit zu finanzieren. Ziel ist es immer und überall, dass die Schwesterkirchen in die Lage versetzt werden, mit der Zeit sich selbst zu helfen und zu entwickeln. Unser missionarischer Auftrag ist es, eine ganzheitliche Entwicklung des Menschen anzustreben. Unsere Partner in der ganzen Welt müssen frei von jeglicher Art der Unterdrückung sein, sei es im politischen oder im wirtschaftlichen Bereich.

So wie wir unseren Freunden in Mavanga geholfen haben, so können sie uns jetzt und in Zukunft vielleicht mit Priestern und Schwestern unterstützen. Ansätze sind in unserer Diözese schon gemacht. Mehr als 200 Priester, Schwestern und Gemeindehelfer aus dem europäischen und überseeischen Ausland sind bereits in der Seelsorge tätig.

Nur so können wir unseren religiösen Auftrag erfüllen: Gott und den Menschen in der ganzen Welt nahe zu sein!